Erste Eindrücke aus dem Feld

Schon in den ersten Wochen bei VAAGDHARA bekommen wir vielfältige Einblicke in die verschiedenen Projekte und lernen so unsere Aufnahmeorganisation richtig gut kennen!

Village meeting
Village meeting

Fast täglich nimmt uns ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin mit in eine Projektregion und lässt uns in den Dörfern an der Arbeit teilhaben.

Um auf kleinen Schotterstraßen auch die abgelegensten Dörfer zu erreichen, ist das Motorrad wohl das geeignetste Verkehrsmittel. So machen wir uns meist schon am frühen Morgen auf den ein- bis zweistündigen Weg und genießen den kühlenden Fahrtwind während wir unter der unbarmherzig brennenden Sonne dahin rasen.
Die Landschaft wechselt zwischen grünen Ebenen auf deren Feldern Reis, Mais und Sojabohnen wachsen und plötzlich auftauchenden, felsigen Bergkämmen, an die sich höher gelegene karge Hügellandschaften anschließen. Besonders schön sind einige mit Seerosen und Lotus bedeckte Seen sowie das Flussbett des Mahi River, das wir immer wieder überqueren.

Lotus flowers
Lotus flowers

Bei dem vielen Grün übersieht man fast, wie dicht besiedelt die Landschaft ist: Überall stehen kleine, aus Holz, Lehm und Dachziegeln gebaute Bauernhäuser und noch dem steilsten und steinigsten Hügel wird ein Stückchen Ackerland abgetrotzt. An den Straßenrändern grasen Ziegen, Kühe und Büffel und zu unserer Freude ab und zu ein Kamel.

Bond between human and animal
Bond between human and animal

First impressions from the field

Already in the first weeks with VAAGDHARA we had the chance to get an insight in the diverse projects and therefore get to know the organisation very well!
Nearly every day we can accompany a staff member to a project region and attend the work in the villages.
To reach also the remote villages on small gravel roads, the motorbike seems to be the best vehicle. Often it takes us one to two hours to reach a village, so we leave early in the morning and enjoy the headwind then driving under the merciless burning sun.
The landscape is changing between green plains with maize, rice and soybeans and rocky, hilly regions. I like especially some completely with lotus and water lily covered lakes and the riverbed of Mahi River which we cross quite often. Everything is so green that one nearly overlooks the dense population of the region: Everywhere you can see small farmhouses built from clay, wood, and roof tiles and even the steepest hill is used as farmland. On the side of the roads goats, cows and buffalos are grazing and for our pleasure from time to time a camel.

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Ankunft – Arrival in India

In den frühen Morgenstunden des 25. Augusts 2015 sind wir sechs weltwärts-Freiwilligen der Welthungerhilfe sicher auf dem Indira Gandhi International Airport Delhi gelandet.

Nach einer spannenden Einführungswoche in den quirligen Straßen von Indiens Hauptstadt sind mein Mitfreiwilliger Simon und ich am Montagabend mit dem Nachtzug nach Udaipur in Rajasthan aufgebrochen. Von dort ging es in einer vierstündigen Autofahrt weiter in unseren Einsatzort Banswara, ganz im Süden Rajasthans.
Die Autofahrt brachte einige tierische Begegnungen mit sich, die uns zeigten, dass wir im ländlichen Rajasthan angekommen waren:
Zuerst teilten wir uns die Straße mit Straßenhunden, vielen Kühen, welche seelenruhig auf der Fahrbahn standen oder mitten im Verkehr wiederkäuten, Schweinen, die plötzlich über die Straße rannten und Menschen auf Motorrädern, in Autos, Motorrikschas oder Bussen. Einige Kilometer außerhalb von Udaipur kamen in regelmäßigen Abständen Kamelkaravanen und große Schaf- und Ziegenherden mit ihren Hirten hinzu – mitten drin unser, zumindest gefühlt, rasendes Taxi. Der Fahrer lenkte geschickt um tiefe Schlaglöcher, bremste zielgenau vor den hohen Hubbeln in der Straße, überholte zahlreiche Motorräder auf denen Frauen in flatternd-bunten Saris saßen oder aber Schafe oder Heuhaufen transportiert wurden. Regelmäßiges, kräftiges Hupen sollte dabei helfen, den Gegenverkehr beim Überholen in unübersichtlichen Kurven abzuschrecken, Kamele von der Straße zu scheuchen oder Schafherden auseinanderzutreiben. Im Weiteren begegneten wir noch Affen und einer recht große Schlange, die uns über den Weg kroch.

Nun sind wir also in unserem neuen Zuhause angekommen, haben unsere Zimmer bezogen und genießen das Grün und die Stille um uns herum. Nach einer Woche in den lauten, chaotischen und schmutzigen Straßen Delhis freue ich mich nun, wieder in der Natur zu sein und beobachte voller Neugierde die fremde Vogel- und Pflanzenwelt um mich herum.

 


 

In the early morning hours of the 25th August 2015 the six weltwärts-volunteers of Welthungerhilfe arrived on Indira Gandhi International Airport Delhi.

After an exciting introductory seminar in the lively streets of the Indian capital, my co-volunteer Simon and I left on Monday, the 31st August, with the night train for Udaipur, Rajasthan. An additional car trip of four hours brought us to the city of Banswara, our new hometown in the very south of Rajasthan.
The impressions of this car trip made us realise, that we arrived in the rural area of Rajasthan:

First, we shared the road with street dogs, many cows, which calmly stood in the middle of the traffic, pigs, which suddenly crossed the road and people on motorbikes, in cars, motor rickshaws or busses. Some kilometres out of Udaipur camel caravans and large flocks of sheep and goats appeared on the road. Right in the middle of this our quite fast driving taxi. The driver steered skilfully around deep potholes, braked precisely for the bumps in the street, passed women in colourful saris and motorbikes on which sheep or hay were transported. Regular, loud horn-beeping seemed to help scaring the oncoming traffic when passing in blind bends, chasing camels off the road or finding a way through a flock of sheep. Furthermore, we met monkeys and a snake which crawled over our way.

Finally, we arrived in our new home and moved into our rooms. The green landscape and the silence around us are wonderful. After one week in the loud, chaotic and dirty streets of Delhi, I am now happy being in nature again! Full of curiosity I am watching the strange birds and plant life surrounding me.

Indian Girl dancing Kathak, Delhi
Indian Girl dancing Kathak, Delhi
Mausoleum in Lodi Gardens, Delhi
Mausoleum in Lodi Gardens, Delhi